Für viele Wettexperten ist das Remis der Hass eines jeden Fussballtipps. Klare Heimsiege werden vom ungeliebtem 0:0 zerstört, oder Bayern München kommt gegen Wacker Burghausen ( so geschehen im DFB Pokal vor 2 Jahren) nicht über ein 1:1 hinaus.
Das Wetten im Falle eines Remis sehr oft in die Hose gehen und für Ärgernis sorgen muss aber nicht sein. Somit gibt es hier einige typische Situationen für die Punkteteilung, welche ich kurz erläutern möchte:
1.Derbys – Nicht wirklich erklärbar ist das Phänomen der Duelle zweier verhasster und / oder benachbarter Mannschaften. Doch tatsächlich spielen diese Vereine bis hin in untere Spielklassen häufiger Remis als gegen andere Vereine. Grund dafür ist, dass Fans eine Derbyniederlage noch schwerer verzeihen als eine reguläre Pleite, was dem Spiel den gewissen Pokalcharackter gibt, in dem kein Team verlieren möchte. Besonders das Ergebnis 1:1 gilt als Königsergebnis.
2.Auswärtsfavoriten – Auch Favoriten haben es häufig schwer. Haben die Bayern auch nur eine 1,50 er Quote bei Auswärtsauftritten gegen schwächere Teams, doch besonders daheim kämpfen die klar unterlegenen Vertretungen bis auf den letzten Zentimeter. Noch verstärkt wird die Tendenz auf ein „X“, wenn das Spiel für das vermeintlich überlegene Team nicht von Bedeutung ist. Die fehlende Motivation führt nicht selten zum Zwischenspiel aus Arroganz und Klasse. Ein logischer Spielausgang liegt auf der Hand.
3.Defensivmonster – Es gibt sie, die 11 Spieler, von denen sich mindestens 9 dauerhaft in der eigenen Hälfte befinden. Zwar nicht immer typisches Beispiel dafür ist die Frankfurter Eintracht, aber das 0:0 in München vor knapp einem Jahr ist ein Vertreter dieses Spielstils. Auch Energie Cottbus versuchte es in München mit dieser Taktik. Doch nach 60 Minuten 0:0 unterlagen die Lausitzer noch mit 0:5. Doch zerstören diverse Mannschaften damit so mansche 1,20er Quote.
Eine weitere Form der Defensivmonster, die aber nicht in die Ruprik „Unentschieden“ passt sind nahezu alle italienischen Teams, die besonders bei einer 1:0 Führung einzig und allein darauf aus sind den Vorsprung über die Zeit zu retten. So zahlen viele Wettanbieter in Italien deutlich höhere Quoten auf HC Siege. Würde es in Deutschland eine @3,5 geben könnte im Land des aktuellem Weltmeisters durchaus mit einer @5 gerechnet werden.
Doch wenn man nicht direkt auf Remis tippt, was zugegeben besonders bei Spielen die man live verfolgt für Nervenzusammenbrüche sorgen könnte, wie verhindert man dann die Gefahr im Wetten? Auch dafür gibt es verschiedene Methoden:
1.Asian Handicaps (kurz Ahc). Besonders das Ahc – 0 verkleinert die Quote, bedeutet aber Cashback im Falle einer Punkteteilung. Auch beliebt sind die Viertelhandicaps (beispielsweise Ahc -0,25) bei dem im Falle des knapp verpassten Sieges immerhin die Hälfte des Einsatzes an den Besitzer zurückwandert.
2.Correct Score Absicherungen: Häufig sind Absicherung mit einem direktem Ergebnis gewinnbringend, da die Quote nicht so sehr zusammengestaucht wird wie beim Ahc -0. Besonders bei den oben erwähnten Defensivmonstern macht sich der Zusatztipp 0:0 sehr positiv und verhindert Wutausbrüche, auch wenn der klare Favorit nur Pfosten und Latte trifft. Nicht selten übersteigen die Quoten dabei die 15,0. Beim Spiel Bayern : Frankfurt (letztes Jahr 0:0) war vor dem Spiel eine @23 bei Betfair kaufbar.
Ich hoffe sehr, Ihnen die Angst vor den Remis ein wenig genommen zu haben. Es ist durchaus auch möglich mit den hohen Quoten (3,30 -6,00 in der Regel) auf das unbeliebte Resultat Profit zu machen.
Als kleine Ergänzung wichtig sind noch die „feststehenden Punkteteilungen“. Diese Form beschreibt die vor dem Spiel nahezu feststehenden Endergebnisse mit gleicher Trefferanzahl auf beiden Seiten. Mögliche Gründe dafür könnten sein, dass beide Vereine noch genau einen Punkt brauchten. So geschehen im Bundesligafinale bei Borussia Mönchengladbach : Borussia Dortmund (1:1), wobei in diesem Spiel die Sicherheit nicht vollends im Vordergrund stand, da der späte Sieg des Hamburger Sportvereins für Dortmund doch noch ein bitteres Ende trotz des 1:1 Endstandes brachte. Ein weiterer Fall sind Absprachen aus diversen Ostblockstaaten. Besonders in Griechenland und Italien sind viele abgesprochene Spiele. Am letztem Spieltag der Saison 2007/2008 gab es in der höchsten Liga der Griechen ein Spiel mit X – Quote 1,10. Das versuchte layen dieses Endstandes brachte nicht den gewünschten Erfolg. Aber diese Spiele sind seltenere Ausnahmen und es gehört viel Erfahrung und auch Glück dazu zu unterscheiden zwischen echter Absprache oder einem Fakedrop (vermeintliche Absprache, die sich nicht bewahrheitet)
Autor: ich selbst
Quelle: http://www.wettbasis.com/sportwetten-ne ... ilung.html
