Rainer hat geschrieben:Wenn man an der Börse spekuliert oder Wetten eingeht, muss man über ein eigenes Kapital verfügen, das im ungünstigsten Falle eben weg ist, ohne dass man danach verschuldet ist oder vor dem Nichts steht.
Sehe ich auch so, man sollte zu allen Geldgeschäften erst mal ein Kapital haben um im schlimmsten Fall nicht pleite zu gehen. Sei es bei Immobilien, Poker, Fonds, Börse, Sportwetten oder wie auch immer. Man sollte immer nur das Geld setzen, was man auch hat. Sicher gibt es auch Leute, die für solche (rein luxusorientiere) Geschäfte einen Kredit aufnhemen, wenns aber schief geht, hat man danach die Ratenzahlung an der Backe und hatte allerhöchstens einen "Kick". Auch viele Pokerprofis hatten am Anfang Kapital, die wenigsten haben sich bei der WSOP über ein Freeroll qualifizert (es gibt ausnahmen, ich weiß - haben aber immerhin kein Geld dafür bezahlt was sie nicht haben), sind aber nicht die Regel.
DIe meisten der Teilnehmer setzen da nicht das letzte Geld darauf um bei der WSOP dabei zu sein, sondern können nach einem Rausflug beruhigt wieder nach Hause fliegen.
Klar man auch aus 200 € Kapital nach Jahren viel machen, auch bei Sportwetten, dazu benötigt man allerdings vieeel Geduld. Das haben die wenigsten, anonsten gäbs mit Sicherheit auch keine Sportwetten mehr. Die Wettbörsen würden ja keinen akzeptablen Gewinn mehr einfahren. Die meisten Spieler neigen einfach dazu, die verlockenden Quoten und subjektiven Meinungen zu stark mit einfließen zu lassen und setzen dann meinetwegen ein Viertel ihrer Bankroll auf einen Sieg von Mannschaft X. Kann gut gehen, kann aber auch nach hinten gehen.
Geht es gut, ist man trotzdem meistens schneller wieder unten als man schauen kann, denn wer einmal das Viertel-kapital setzt, macht es in der Regel wieder. Nach dem Motto, letztes Mal klappte es auch. Wenn man aber kontinuirlich dabei bleibt, mit seiner Bankroll beispielsweise 12 mal bei ständiger Verdopplung auf ein Unentschieden von Werder Bremen setzen zu können, geht alles gut. Dann muss man aber wie gesagt mit mickrigen Einsätzen beginnen (bei 200 € Kapital ungefähr 10 Cent, bei 2000 € etwa 1 €), was für die Mehrheit einfach zu wenig ist, denn sie wollen den schnellen Gewinn, was nicht systematisch sondern gierig und von daher unvorteilhaft ist.